G20 Finance Track

Die G20 hat als Forum der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer seit ihrem ersten Gipfel der Staats- und Regierungschefs im Jahr 2008 entscheidende Impulse für koordinierte Reformen auf globaler Ebene gegeben. Die Kernfragen zum globalen Finanz- und Wirtschaftssystem werden im Finance Track behandelt.

Die Schweiz wurde von der G20-Präsidentschaft Saudi-Arabien als Gastland zu allen Arbeiten der G20 für 2020 eingeladen. Sie nimmt damit zum fünften Mal in Folge am für die G20 zentralen Finance Track teil, sowie erstmals am G20-Gipfel der Staats- und Regierungsoberhäupter und an allen Ministertreffen und Arbeitsgruppen des Sherpa Track. Der Finance Track konzentriert sich auf Wirtschafts-, Währungs- und Finanzfragen, während der „Sherpa"-Track alle anderen Themen behandelt: Handel, Investitionen und Umwelt, Klimawandel, Technologie, Forschung und Innovation, Beschäftigung und Bildung, Gesundheit sowie Tourismus. 

Im Zentrum der Diskussionen im Finance Track stehen koordinierte Schritte zur Stabilisierung der Weltwirtschaft, strukturelle Massnahmen zur Wachstumsförderung und Reformvorschläge für das internationale Finanzsystem. Ihr Ziel ist es, Krisen besser und früher zu erkennen und die Entwicklung von globalen Ungleichgewichten zu verhindern. Gleichzeitig soll das internationale Finanz-, Wirtschafts- und Währungssystem stabiler gemacht werden. 

Zum Finance Track gehören die Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20, an denen auch Vertreter der internationalen Finanzinstitutionen wie IWF, FSB, Weltbank und OECD teilnehmen. Im Vorfeld dieser Ministertreffen kommen jeweils hochrangige Stellvertreter der Finanzminister und der Gouverneure (Deputies) zusammen. 

Ausgewählte Themen werden auf technischem Niveau in Arbeitsgruppen vertieft. Diese Expertengruppen, die von den Finanzministerien ernannt und in der Regel von einem Industrie- und einem Schwellenland gemeinsam präsidiert werden, treffen sich regelmässig während des Jahres.

Fragen zur Regulierung des Finanzsektors werden direkt vom Financial Stability Board (FSB) vorbereitet. Die Schweiz ist ständiges Mitglied des FSB und arbeitet dort aktiv an den Reformprojekten mit. Die Themenpalette ist breit und deckt unter anderem Fragen der systemrelevanten Finanzinstitutionen, des Shadow Banking, der Ratingagenturen und der ausserbörslichen Derivatmärkte (OTC-Derivatives), ab.

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 16.06.2020

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