Rohstoffhandel

Die Schweiz gehört im Rohstoffhandel zu den weltweit führenden Ländern. Der Schweizer Rohstoffsektor umfasst namentlich Handelsunternehmen, aber auch Banken, die sich auf die Finanzierung des Rohstoffhandels spezialisiert haben, Wareninspektionsfirmen, Reedereien und Versicherungen. Die Bedeutung der Schweizer Rohstoffbranche für die Schweizer Volkswirtschaft ist ungebrochen gross. Gemäss Schätzungen sind in der Schweiz gegen 500 Unternehmen mit rund 10‘000 Mitarbeitenden in der Rohstoffbranche tätig.

Das regulatorische und politische Umfeld spielt eine entscheidende Rolle für die Attraktivität des Standortes Schweiz. Rohstoffhandelsplätze wie beispielsweise Singapur, London oder Dubai sind eine erhebliche Konkurrenz für den Schweizer Standort. Aufgrund der vielfältigen Verbindungen zwischen der Rohstoffbranche und dem Finanzsektor ist eine prosperierende Rohstoffbranche auch für den Schweizer Finanzplatz von Bedeutung. Den Banken kommt beispielsweise bei der Finanzierung des Handels mit Rohstoffen eine zentrale Rolle zu.

Aufgrund der innen- und aussenpolitischen Bedeutung der Branche sowie der Vielfältigkeit des Themas haben das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) sowie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) 2013 die interdepartementale „Plattform Rohstoffe" gegründet. Die Plattform wird alternierend vom SIF, dem SECO und dem EDA geleitet.

Die Schweiz setzt ihren Dialog über die Rohstoffpolitik mit dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft und den Kantonen fort. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Schweiz dank ihren Bemühungen um einen wettbewerbsfähigen und integren Standort für Rohstoffunternehmen im internationalen Vergleich gut dasteht. Er hat im November 2018 einen Bericht über die Situation im Schweizer Rohstoffsektor verabschiedet. Die darauf basierenden 16 Empfehlungen des Bundesrates sollen die Attraktivität, Innovationskraft, Integrität und verantwortungsvolle Praxis des Schweizer Hubs weiter stärken. Der Bundesrat hat die Plattform beauftragt, die Umsetzung der 16 Empfehlungen zu koordinieren und bis Ende 2020 einen Bericht zu verfassen. Die zuständigen Departemente sind derzeit daran, die Empfehlungen umzusetzen.

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Letzte Änderung 22.05.2020

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