Integrität des Finanzplatzes

Die Schweiz misst dem Erhalt eines gesunden Finanzplatzes grosse Bedeutung bei und stärkt damit seine Wettbewerbsfähigkeit. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Schweiz schrittweise ein solides und umfassendes System zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung errichtet, welches präventive mit repressiven Massnahmen verbindet.

Ab 2012 hat die Schweiz Massnahmen getroffen, um ihr Dispositiv an die revidierten Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF) anzupassen. 2014 hat sie das Bundesgesetz über die Umsetzung der 2012 revidierten GAFI-Empfehlungen verabschiedet und die nötigen Ausführungsbestimmungen revidiert.

2013 hat der Bundesrat zudem die interdepartementale Koordinationsgruppe zur Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung (KGGT) ins Leben gerufen. Diese hat im Juni 2015 den ersten Bericht über die natio­nale Beurteilung der Geldwäscherei- und Terro­rismusfinanzierungsrisiken (NRA) veröffentlicht. Die KGGT hat darüber hinaus mehrere Analysen zu den Geldwäscherei- und Terrorismusfinanzierungsrisiken in verschiedenen Bereichen publiziert (Siehe unten: "Weiterführende Informationen", "Berichte"). Weitere Analyseberichte sind in Erarbeitung.

Die FATF hat die Schweiz 2016 geprüft. Obwohl die FATF die insgesamt gute Qualität des schweizerischen Dispositivs anerkennt, hat sie gewisse Schwachstellen identifiziert und entsprechende Empfehlungen abgegeben. Die KGGT hat die Empfehlungen der FATF im Länderbericht zur Schweiz analysiert. Um einige der wichtigsten Empfehlungen umzusetzen, hat der Bundesrat darauf basierend das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, eine Vernehmlassungsvorlage zu erarbeiten. Er schlägt insbesondere vor, Pflichten gemäss Geldwäschereigesetz (GwG) für bestimmte Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gründung, Führung und Verwaltung von Gesellschaften sowie Massnahmen zur Erhöhung der Transparenz der Vereine einzuführen. Zudem sind Anpassungen im Zusammenhang mit dem Edelmetall- und Edelsteinhandel, dem Ankauf von Altedelmetallen sowie Massnahmen im Bereich des Meldesystems geplant. Die Vernehmlassung zur Änderung des GwG dauerte vom 1. Juni bis am 21. September 2018. Der Bundesrat wird voraussichtlich noch im ersten Semester 2019 eine Botschaft zu Handen des Parlaments verabschieden.

Weiterführende Informationen

Berichte

Letzte Änderung 06.08.2019

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Geldwäscherei
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