Rohstoffhandel und Finanzierung

Die Schweiz ist traditionell ein weltweit bedeutender Standort für Rohstoffunternehmen. Im letzten Jahrzehnt hat diese Bedeutung markant zugenommen. Der Schweizer Rohstoffsektor umfasst namentlich Handelsunternehmen, aber auch Banken, die sich auf die Finanzierung des Rohstoffhandels spezialisiert haben, Wareninspektionsfirmen, Reedereien und Versicherungen.

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Die Bedeutung der Schweizer Rohstoffbranche für die Schweizer Volkswirtschaft ist ungebrochen gross. Dies widerspiegeln unter anderem die weitgehend aus dem Rohstoffhandel stammenden Einnahmen aus dem Transithandel, welche 2014 gemäss Erhebung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) rund 3,9 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) entsprachen. Aufgrund der vielfältigen Verbindungen zwischen der Rohstoffbranche und dem Finanzsektor ist eine prosperierende Rohstoffbranche auch für den Schweizer Finanzplatz von Bedeutung. Den Banken kommt beispielsweise bei der Finanzierung des Handels mit Rohstoffen eine zentrale Rolle zu.

Im August 2015 hat der Bundesrat die zweite Berichterstattung zum Stand der Umsetzung der Empfehlungen des Grundlagenberichts Rohstoffe gutgeheissen und veröffentlicht. In vielen Bereichen konnten konkrete Fortschritte gemacht werden. Der Grundlagenbericht Rohstoffe mit seinen 17 Empfehlungen wurde im März 2013 veröffentlicht. Die Empfehlungen haben zum Ziel, die  Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Schweiz aufrecht zu erhalten und die Risiken der Unternehmen im Zusammenhang mit ihren Tätigkeiten bezüglich Menschenrechten, Umwelt- und Sozialstandards, der Korruption sowie der Reputation konkret anzugehen.

Nach Ansicht des Bundesrates steht die Schweiz bezüglich ihrer Anstrengungen, einen sowohl wettbewerbsfähigen als auch integren Standort für Rohstoffunternehmen zu gewährleisten, im internationalen Vergleich gut da. Der Bundesrat misst diesen Arbeiten grosse Bedeutung zu. Er hat die interdepartementale Plattform Rohstoffe unter der gemeinsamen Leitung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD), des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) beauftragt, bis Ende 2016 erneut über den Stand der Umsetzung der Empfehlungen zu berichten.

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Letzte Änderung 26.10.2016

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