Länderbezogene Berichte

Mit dem Austausch der länderbezogenen Berichten setzt die Schweiz einen Mindeststandard der G20-Staaten und der OECD zur Bekämpfung der Gewinnverkürzung und -verlagerung (Base Erosion and Profit Shifting, BEPS) um.

Am 1. Dezember 2017 sind die relevanten Rechtsgrundlagen in Kraft getreten. Es handelt sich um die multilaterale Vereinbarung der zuständigen Behörden über den Austausch länderbezogener Berichte (ALBA-Vereinbarung) sowie das zugehörige Gesetz (ALBAG) und die Verordnung (ALBAV). Multinationale Unternehmen in der Schweiz werden damit verpflichtet, ab dem Steuerjahr 2018 erstmals einen länderbezogenen Bericht zu erstellen. Die Schweiz wird somit ab 2020 mit folgenden Partnerstaaten länderbezogene Berichte austauschen und spätestens ab diesem Datum solche Berichte erhalten können (Stand 21.12.2017):

Argentinien 

Irland1

Niederlande1

Australien1

Island

Norwegen

Belgien1

Italien1

Österreich

Bermuda2

Japan1

Polen

Brasilien1

Jersey1

Portugal

Bulgarien1

Kaimaninseln2

Republik Korea1

Chile 

Kanada

Russland

Dänemark1

Kolumbien1

Schweden1

Deutschland1

Kroatien

Slowakei1

Estland 

Lettland1

Slowenien1

Finnland1

Liechtenstein1

Spanien1

Frankreich1

Litauen1

Südafrika1

Griechenland1

Luxemburg1

Tschechien 

Grossbritannien1

Malaysia1

Ungarn 

Guernsey1

Malta1

Uruguay 

Indien1

Mauritius

Zypern2

Indonesien 

Mexiko1

 

Insel Man1

Neuseeland

 

1 Diesen Partnerstaaten wird die Schweiz auch freiwillig eingereichte länderbezogene Berichte für Steuerperioden der Jahre 2016 und 2017 übermitteln können (Stand 21.12.2017).

2 Diese Partnerstaaten werden länderbezogene Bericht nur übermitteln und nicht erhalten (Stand 21.12.2017).

Was ist ein länderbezogener Bericht?

Der länderbezogene Bericht informiert darüber, wie die erwirtschafteten Umsätze und die entrichteten Steuern eines multinationalen Konzerns weltweit verteilt sind. Er enthält weiter Angaben über die wichtigsten wirtschaftlichen Tätigkeiten des Konzerns in den einzelnen Ländern. Der Bericht muss von multinationalen Konzernen mit einem jährlichen konsolidierten Umsatz von über 750 Millionen Euro oder dem Gegenwert in der Landeswährung per 1. Januar 2015 erstellt werden. Davon dürften rund 200 in der Schweiz ansässige Konzerne betroffen sein.

Der länderbezogene Bericht wird jährlich automatisch an die Steuerbehörden der Staaten übermittelt, in denen diese Konzerne über Geschäftseinheiten verfügen, sofern eine staatsvertragliche Grundlage für den Austausch besteht. Die Daten richten sich ausschliesslich an die Steuerbehörden und werden nicht veröffentlicht.

Schweizer Geschäftseinheiten von Konzernen, die im Ausland ansässig sind, können in gewissen Fällen zur Einreichung eines länderbezogenen Berichts in der Schweiz verpflichtet werden. Diese Verpflichtung wird jedoch auf Fälle beschränkt sein, die das Mustergesetz der OECD im Bericht zu BEPS Massnahme 13 vorsieht, so wie es die Schweiz in der Botschaft vom 23. November 2016 dargelegt hat. 

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 22.12.2017

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