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Die Schweiz wurde von der russischen Präsidentschaft eingeladen, 2013 am Finanzsegment der G20 teilzunehmen (G20 Finance Track). Dies umfasst die vier Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20, die Vorbereitungstreffen der Stellvertreter sowie die technischen Arbeitsgruppen zu internationalen Finanzfragen.
Die Vorbereitung der Gipfeltreffen der G20-Staats- und Regierungschefs umfasst jeweils zwei Themenbereiche: Das Finanzsegment konzentriert sich auf Wirtschafts-, Währungs- und Finanzfragen, während der „Sherpa"-Track alle anderen Themen behandelt (Entwicklung, internationaler Handel, Sozialfragen, Korruption, etc.).
Im Zentrum der Diskussionen im Finanzsegment stehen koordinierte Schritte zur Stabilisierung der Weltwirtschaft, strukturelle Massnahmen zur Wachstumsförderung und Reformvorschläge für das internationale Finanzsystem. Ihr Ziel ist es, Krisen besser und früher zu erkennen und die Entwicklung von globalen Ungleichgewichten zu verhindern. Gleichzeitig soll das internationale Finanz-, Wirtschafts- und Währungssystems stabiler gemacht werden.
Zum Finanzsegment gehören die Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20, an denen auch Vertreter der internationalen Finanzinstitutionen wie IWF, FSB, Weltbank und OECD teilnehmen. Die Agenden dieser Ministertreffen werden jeweils von den Stellvertretern der Minister und Gouverneure (Deputies) vorbereitet. Schliesslich werden auf technischem Niveau ausgewählte Themen in Arbeitsgruppen vertieft. Diese Expertengruppen treffen sich regelmässig während des Jahres und werden in der Regel von einem Industrie- und einem Schwellenland ko-präsidiert. Fragen zur Regulierung des Finanzsektors werden direkt vom Financial Stability Board (FSB) vorbereitet. Die Schweiz ist ständiges Mitglied des FSB und arbeitet dort aktiv an den Reformprojekten mit. Die Themenpalette ist breit und deckt unter anderem Fragen der systemrelevanten Finanzinstitutionen, des Shadow Banking, der Ratingagenturen und der ausserbörslichen Derivatmärkte (OTC-Derivatives), ab.
Beitrag der Schweiz zur G20:
Die Schweiz wird Massnahmen zur nachhaltigen Sanierung der öffentlichen Haushalte und die für das Wirtschaftswachstum notwendigen Strukturreformen fordern. Sie wird sich auch dafür einsetzen, dass parallel zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte die notwendigen Strukturreformen unternommen werden, um so die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Schweiz wird weiter betonen, dass Wettbewerb und offene Märkte die Weltwirtschaft auf den Wachstumspfad zurückführen können. Nötig ist zudem eine effiziente Regulierung der Finanzmärkte.
Die Schweiz engagiert sich auch aktiv in verschiedenen Arbeitsgruppen. Zum Beispiel im Rahmen des High Level Seminars vom 2.-3. April 2013 in Moskau zum Thema „Public Debt Management under Non-Conventional Conditions on Debt Markets" mit einem Referat über die Frage, welche Arten von Schulden verwaltet und überwacht werden sollten (siehe rechte Spalte).
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